FAQHäufig gestellte Fragen

 
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Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um den Equilibrismus. Wenn Ihre Frage hier nicht beantwortet wird, schicken Sie uns eine kurze Nachricht. Wir melden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen.

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  • Was ist Equilibrismus und was ist das Ziel des gleichnamigen Vereins? +

    Der Equilibrismus ist ein sozio-ökologisches Wirtschaftskonzept, das bereits vorhandene nachhaltige Lösungsansätze aus den Bereichen Wirtschaft, Ökologie und Gesellschaft miteinander verbindet. Equilibrismus bedeutet Gleichgewicht und leitet sich ab vom lateinischen Wort aequilibrium (aequus = gleich, libra = Waage). In ihrem Sachbuch » „Equilibrismus – Neue Konzepte statt Reformen für eine Welt im Gleichgewicht“ haben Eric Bihl und Volker Freystedt das Konzept ausführlich beschrieben. 1997 gründete Eric Bihl in München den gleichnamigen gemeinnützigen Verein. Das Ziel ist ein vollständiger Paradigmenwechsel: Eine moderne Gesellschaft im Einklang mit der Natur, in der es jedem möglich ist, an der Gemeinschaft teil zu haben und seine Fähigkeiten frei zu entfalten. Der Mensch versteht sich dabei wieder als Teil der Natur, als Teil eines großen Ganzen.
  • Wie unterscheidet sich der Equilibrismus e. V. von anderen Organisationen? +

    Es gibt viele Umweltschutz- und gemeinnützige Organisationen, die für sich betrachtet hervorragende Arbeit leisten und in ihrem jeweiligen Bereich durchaus Erfolge erzielen. Was jedoch häufig fehlt, ist eine übergeordnete und konkrete Vision. Beispielsweise, wenn hier und dort einzelne Tiere oder Pflanzen gerettet werden – an der Gesamtsituation ändert dies meist wenig. Vielfach stehen Symptome im Vordergrund der Arbeit und nicht die Ursachen, die wiederum oft systembedingt sind. Beispielsweise ist das weltweite Finanzsystem abhängig vom grenzenlosen (Wirtschafts-)Wachstum bei gleichzeitig endlichen Ressourcen. In immer kürzeren Abständen müssen stets größere Mengen konsumiert werden, um das Wachstum künstlich am Leben zu halten. Überquellende Müllhalden und schwindende Ressourcen sind die Folge. Wird diese Vorgehensweise beibehalten, ist das Ergebnis ein GAU auf vielen Ebenen. Daher gilt es zunächst, diese Zwänge abzulegen, um neue Wege beschreiten zu können. Beim Equilibrismus stehen daher keine vereinzelten Reformen oder Umweltschutzprojekte, sondern ein vollständiger Paradigmenwechsel im Fokus. Schließlich renoviert niemand mit großem Aufwand eine Besenkammer, wenn das komplette Haus baufällig ist und darüber hinaus auf Sand gebaut ist. Wir müssen ein neues Haus errichten, bevor das alte einstürzt. Dabei kann Bewährtes durchaus übernommen und integriert werden. Alles, was jedoch nicht enkeltauglich ist, wird durch eine entsprechende Alternative ersetzt. Das sozio-ökologische Konzept » Equilibrismus vereint Alternativen, die bereits heute verfügbar sind und wie Puzzlestücke kombiniert werden können. Ebenso wie beim Puzzlespiel bedarf es einer Vorlage, damit jeder weiß, wie das fertige Bild aussehen soll. Eine solche Vorlage ist der Equilibrismus: Erst wenn feststeht, wohin die Reise gehen soll, können Strategien entwickelt, Kräfte und Expertenwissen gebündelt werden – immer im Bewusstsein, ein Teil des großen Ganzen zu sein.
  • Welche Schwächen hat das Equilibrismus-Konzept? +

    Die größte Stärke ist gleichzeitig auch eine mögliche Schwäche. Das Konzept ist sehr umfassend, im Prinzip einfach, aber dennoch komplex. Wer es verstehen will, muss sich eine Weile damit auseinandersetzen und sich vor allem gedanklich vom alten System lösen. Es ist leichter, Menschen für schnelle Aktionen zu begeistern. Die Ziele des Equilibrismus sind dagegen langfristig und dadurch etwas schwerer vermittelbar. Es bedarf viel Geduld, diese Ziele über einen längeren Zeitraum engagiert zu verfolgen. Aber die Geduld zahlt sich aus, wie sich allmählich zeigt.
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